Durch die Umstellung der Studiengänge nach Bologna auf Bachelor und Master ist auch der Begriff der Kompetenzorientierung in aller Munde. Aber was genau heißt das für die Lehre? Von welchem Kompetenzbegriff gehen wir aus, und wie gestaltet man die Lehre und auch das Prüfen angemessen? Wie definiert man Learning Outcomes? Und wie kann man sie überprüfen?
In dem Projekt KOM der HAW Hamburg für die Hamburg Open Online University geht es darum, sowohl den Lehrenden als auch den Studierenden oder Studieninteressierten zu zeigen, was kompetenzorientierte Lehre heißt und wie sich die herkömmliche Lehre dadurch verändert. Es geht um das passgenaue Zusammenspiel der Lehr- und Lernformen mit der Prüfung: Wie kann ich die Kompetenzen, die ich vermitteln möchte, in Learning Outcomes überführen und schließlich auch überprüfen?
In Videos werden die verschiedenen Perspektiven aufgezeigt. Ein Lernmodul zeigt die Schritte auf, die zur kompetenzorientierten Lehre, dem kompetenzorientierten Lernen und der entsprechend abgestimmten Prüfungsform führen können.
Das Titelbild „Scaffolding & Constructive Alignment” von Gavan Watson ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 International Lizenz.
]]>„Ich finde nichts zu meinem Hausarbeitsthema,“ klagt der Student, „die Professorin will, dass ich aktuelle fachwissenschaftliche Literatur zitiere, aber ich finde nichts Passendes!“
Sätze wie diese hören Lehrende oft. Der Student hatte mit einer Suchmaschine Beiträge gefunden, deren Qualität schwer einzuschätzen ist, und in der Bibliothek Lehrbücher ausgeliehen, die in einer Veranstaltungsankündigung empfohlen wurden. Für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinem Hausarbeitsthema benötigt er aber Fachbücher, Zeitschriftenartikel und Beiträge in Sammelwerken, insbesondere Kongressberichten.
Das Problem ist, dass er wie viele Lernende nicht weiß, welche Zugänge zu fachwissenschaftlichen Informationsressourcen es gibt und wie er sie effizient nutzen kann. Ihm und allen Leidensgenossinnen und –genossen kann nun geholfen werden:
Im „Grundlagenmodul Recherchekompetenz“ von Detlev Dannenberg (Bibliothekar und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HAW Hamburg) lernen Studierende zunächst unterschiedliche Recherchetechniken kennen. Die gewonnenen Kenntnisse können sie im Anschluss selbst in einer Multiple-Choice-Abfrage im Recherchecafé überprüfen. Mit dieser Recherchekompetenz können alle, die das Modul durchlaufen haben, in Literaturdatenbanken die für ihre wissenschaftlichen Arbeiten benötigten Quellen finden. Sie wissen u.a., wie sie mit Schlagwörtern recherchieren können und damit Literatur finden, deren Inhalt mit hoher Wahrscheinlichkeit dem gesuchten Thema entspricht.
Das „Grundlagenmodul Recherchekompetenz“ ist ein reiner E-Learning-Kurs mit Selbstüberprüfung und kann in Blended-Learning oder ähnlichen Settings zur Förderung von Recherchekompetenz eingebunden werden.
Unterstützen Sie Ihre Studierenden, indem Sie ihnen den Wegweiser zur besseren Erschließung von Informationsressourcen vorstellen. Detlev Dannenberg steht Ihnen bei Fragen zur Lerneinheit gern zur Seite: detlev.dannenberg@haw-hamburg.de.
Wie kann so ein Flieger aussehen, damit jener die Anforderungen der Zukunft erfüllen kann? Besteht er entgegen der zu Anfang erwähnten flügellosen Variante, vielleicht überwiegend aus Tragfläche? Wie sind Rumpf und Leitwerk gestaltet?
Im Flugzeugdesign spiegelt sich die technologische Reife aller beteiligten Bereiche wie Material, Aerodynamik, Antrieb und Elektronik. Es geht also nicht nur um die Optik des Flugzeugs.
(Das komplette Interview mit Herrn Scholz finden Sie unter: http://podcampus.de/nodes/pyyEM
You can find an english version of the complete interview here: http://podcampus.de/nodes/RAEdD)
Herr Prof. Dr. Dieter Scholz – Professor im Bereich Flugzeugbau an der Hochschule für Angewandte Wisssenschaften Hamburg – beschäftigt sich seit jeher mit diesen Fragen. Als passionierter Pilot kennt er nicht nur die Theorie hinter dem riesigen, anspruchsvollen Themenfeld. Zudem ist Herr Scholz in der ganzen Welt unterwegs und gibt Kurse an Universitäten, in denen er jungen Studierenden beibringt, wie man erste Wege bei der Flugzeuggestaltung beschreitet.
Die dafür verwendeten Lehrmaterialien werden in der sich in der Aufarbeitung befindenden OER den Lernenden zur Verfügung gestellt. Außerdem verhelfen einfache Mittel – interaktive Grafiken und eine grafische Simulation – zu einem relativ nierderschwelligen Einstieg in das komplexe Themenfeld.
Box Wing Aircraft (Lizenz: CC BY 4.0, Dieter Scholz, http://AERO.ProfScholz.de)
Wollten Sie schon immer selbst ein Flugzeug entwerfen? Dann seien Sie gespant auf die OER “Aircraft Design”…
Prof. Dr. Dieter Scholz, Fakultät Technik und Informatik, Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau der HAW Hamburg
http://hoou.profscholz.de/
Nach dem großen Erfolg der OER „Sustainable Energy for Small Island Developing States“ im Sommer 2016, startet der Onlinekurs Anfang 2017 noch einmal durch. Die 1. Runde des Kurses verzeichnete eine stolze Teilnehmerzahl von über 1000 Lernenden aus 92 Ländern. Diese Community darf nun erweitert werden. Die Inhalte des Kurses wurden in der Zwischenzeit aktualisiert und erweitert, sodass die OER auch für Lernenden interessant ist, die schon am ersten Durchgang teilgenommen haben.
Los geht es am 9. Januar 2017 über einen Zeitraum von sieben Wochen. Auch ein späterer Einstieg ist problemlos möglich. Während der gesamten Kurslaufzeit betreut ein internationales Team die Teilnehmer.
Die Anmeldung erfolgt direkt auf der Lernplattform, die ab sofort unter http://e-learning.project-l3eap.eu ereicht werden kann.
Das Poster zum Kurs “Sustainable Energy for SIDS” steht unter Copyright.
]]>Um dies zu erreichen, zeigt sie die unterschiedlichen Perspektiven eines komplexen Systems am Beispiel der Tide-Elbe auf. Dabei kommen viele verschiedene Sichtweisen und deren Vernetzung und gegenseitige Beeinflussung zum Tragen: Ökologische, ökonomische, soziale Perspektiven spielen eine Rolle.
Die Verflechtungen werden beispielsweise in den folgenden Themenkomplexen deutlich: Die Ökosystemfunktionen der Tideelbe und ihre Wertschätzung, Risikokommunikation, die Analyse vergangener und gegenwärtiger Kommunikationsprozesse, Möglichkeiten und Werkzeuge zur Bürgerbeteilung an Entscheidungsprozessen.
Frau Prof. Dr. Heise plant unter anderem eine interaktive Karte, mit der man die verschiedenen Bereiche und Themenstellungen sowohl geographisch als auch nach Schwerpunkten ansteuern und erfahren kann. Aber neben der Erstellung von Online-Materialien ist es ihr auch wichtig, dass ein Austausch der beteiligten Player an der Elbe stattfindet. So möchte sie auch Exkursionstermine anbieten, an denen die interessierten Lernenden, Anwohner an der Elbe, Fischer, Behördenvertreter etc. miteinander den Raum erfahren und ins Gespräch kommen können. Eine Vernetzung und der Austausch untereinander sollen nicht nur online, sondern auch persönlich möglich werden. Das Projekt bietet somit eine spannende Kombination von Online- und Präsenzangeboten.
Das OER-Team zum Tide-Elbe-Komplex: Prof. Dr. Heise (rechts) und ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Frau Stresius:
Leben oder arbeiten Sie selber an der Elbe? Sind Sie von dem komplexen System der Tide-Elbe betroffen und würden sich gerne mit anderen Menschen hierzu austauschen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!
Das Titelbild „Cap San Diego und Hanjin Italy” von Gunnar Ries ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 International Lizenz.
]]>Randnotiz: Diese Interviews sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf die OER zur Themenfindung. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Melden Sie sich auf der Plattform ViaMINT an (oder registrieren Sie sich unverbindlich) und nutzen Sie die attraktiven Lernmaterialen, die aus kurzen Lehrvideos, Screencasts, Übungen und interaktiven Elementen bestehen.
Nach der Bearbeitung der 6 Lektionen werden Sie wissen, was bei der Durchführung physikalischer Experimente beachtet werden muss, Sie werden Messreihen richtig durchführen können, Daten korrekt auswerten und Ergebnisse sinnvoll interpretieren.
Mit einem kleinen Experiment zum Selberbauen und Nachmachen zeigen Dagmar Rokita und Carsten Westarp Ihnen in diesem Modul unerlässliche Basics für die Arbeit im Labor.
Der Produktionsprozeß war insofern besonders, als dass es hier zu einer sehr effektiven und gewinnbringenden Kollaboration kam:
Durch den Kontakt zum bestehenden ViaMINT Team der Fakultät TI der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg um Karin Landenfeld, Martin Goebbels und Antonia Hintze ergab sich die Möglichkeit, dieselben bewährten Tools zu verwenden, die bei der Erstellung der Brückenkurse eingesetzt werden. Das ViaMINT Team unterstützte durch technische und didaktische Beratung das Projekt maßgeblich. Daraus entstand eine sehr erfolgreiche Kooperation HOOU – ViaMINT – Physiklabor.
Diese fakultäts- und organisationsübergreifende Kooperation ermöglichte die schnelle und reibungslose Produktion des „Onlinelaborpraktikums Physik“. Dieses Modul ist mittlerweile integraler Bestandteil der HOOU und der Lehre im Labor für Physik. Darüber hinaus wurde das Modul auch schon erfolgreich in einer Lehrveranstaltung an einer HAW-Partnerhochschule im Ausland eingesetzt. Für die Erstellung des zweiten HOOU-Projektes des Labors für Physik, dessen Einsatz bereits im Sommersemester 2017 geplant ist, wurde wieder eine enge Zusammenarbeit verabredet.
Das Titelbild von Labor für Physik ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland.
Das Logo “Koopertion HOOU-ViaMINT-Physiklabor” von Julia Flitta/HAW Hamburg ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland.
]]>In Zeiten des Internets finden Lernende Informationen „schon irgendwo und irgendwie“. Wenn sie aber wissenschaftlich arbeiten, dann ist es für sie wichtig, Suchtechniken zu kennen und gezielt anwenden zu können. Wie grenzen sie die Suche sinnvoll ein, ohne dass wichtige Treffer verloren gehen? Was sind Trunkierung oder Phrasensuche? Welche Operatoren gibt es und wie werden sie sinnvoll miteinander verbunden? Was sind präkombinierte Suche und postkoordinierende Suche? Wie können mit Schlagwortsuche oder klassifikatorischer Suche bessere Treffer erzielt werden?
Diesen Fragen geht Detlev Dannenberg in seinem Lernmodul nach, das er für die Hamburg Open Online University erstellt hat. Es kann in bereits bestehende Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten eingebunden werden, unabhängig von deren Fachausrichtung. Die Lernenden können im Recherchecafé selbst überprüfen, ob sie die erklärenden Texte verstanden haben. Nach Abschluss des Lernmoduls kennen die Lernenden unterschiedliche Recherchetechniken und können sie bei der Suche nach fachwissenschaftlichen Quellen anwenden.
Und hier geht’s zum Online-Modul: https://hoou-haw.github.io/hoou_grundlagen_recherchekompetenz/public/de.html
Detlev Dannenberg, Autor des OER-Moduls “Recherchekompetenz”, Lizenz: CC-BY-SA, Jakob Kopczynski/HAW Hamburg
Detlev Dannenberg,
Hochschulinformations- und Bibliotheksservice (HIBS) der HAW Hamburg
Welche Fragen oder Anregungen haben Sie bezüglich dieses Projektes? Wie sind Ihre Erfahrungen bei wissenschaftlichen Recherchen?
Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!
Wissenschaftliche Laborarbeit ist wesentlich, unerlässlich und verpflichtend für alle Studierenden der Ingenieurs- und Naturwissenschaften, doch oft ist diese Arbeitsweise aus der Schule völlig unbekannt.
Diese und viele andere Fragen sollen anhand einfacher Laborprojekte, die alle Studierenden, Studieninteressierte und andere Lernende auch zu Hause aufbauen und nachmachen können, beantwortet werden. Mit der OER erhalten sie eine Anleitung zum Aufbau einfacher Versuche und können gemeinsam mit anderen Lernenden Wege zur Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse erarbeiten.
Gemeinsam erstellen Dr.-Ing. Dagmar Rokita und Dipl.-Phys. Carsten Westarp die OER zum Physiklabor. Die beiden haben schon langjährige Erfahrungen mit typischen Fragen, die im Rahmen eines Physiklabors auftreten und wollen den Lernenden Physik “zum Anfassen” näherbringen.
Die beiden versuchen in ihrer Lehre, die Arbeitsweise in einem Physiklabor möglichst anschaulich und lebendig zu vermitteln. Natürlich müssen bestimmte Formeln bekannt sein und alle Sicherheitsanweisungen bei der Arbeit beherrscht werden – aber es geht vor allem um die Anwendung der Physik auf ganz konkrete Situationen und Versuche.
So haben sich Carsten Westarp und Dagmar Rokita für die HOOU auch speziell einen Versuch herausgesucht, den jeder zuhause nachbauen kann. “Es wird sicher sehr unterschiedliche Pendel geben, wenn wir die Lernenden auffordern, zuhause ein eigenes Pendel nachzubauen,” nimmt Dagmar Rokita an. “Und damit alle etwas davon haben und vielleicht auch schon sehen, warum die Messungen bei dem einen Pendel viel genauer sind als bei dem anderen, stellen wir uns vor, dass die Lernenden Fotos von ihren eigenen Versuchsaufbauten machen und diese in die Plattform der HOOU hochladen können,” ergänzt Carsten Westarp, “ein Pendel-Flash-Mob sozusagen ;-).”
Die Anforderungen, die die beiden Physiker an die Plattform der Hamburg Open Online University stellen, waren also schon recht schnell sehr konkret. Und daher freuen sie sich, dass sie auch mit ihrem Projekt die neu entstehende, moderne Plattform und Lernumgebung mitgestalten können.
Wie viel Spaß die Arbeit in einem realen Physiklabor an einer Hochschule machen kann, sieht man auch bei den Aufnahmen, die mit Studierenden vor Ort bei dem Versuch zur Messung der Erdbeschleunigung “g” entstanden sind.
Dr.-Ing. Dagmar Rokita, Fakultät Life Sciences, Department Medizintechnik der HAW Hamburg, http://www.haw-hamburg.de/ls-mt.html
Dipl.-Phys. Carsten Westarp, Fakultät Life Sciences, Department Umwelttechnik der HAW Hamburg, http://www.haw-hamburg.de/ls-ut.html
Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Projekt? Wir freuen uns über Ihr Feedback!
]]>Zur Beantwortung dieser Frage möchte Frau Prof. Annegret Flothow, Professorin im Department Ökotrophologie an der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg, im Rahmen der Hamburg Open Online University frei verfügbare Materialien erstellen und veröffentlichen. Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der Gesellschaft zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz. Im Rahmen der Projektförderung durch die HOOU werden u. a. Kurzfilme zum Thema „Gesundheitsförderliche Ernährung am Arbeitsplatz“ erstellt und Präsentationen ausgewählter Experten zu Themen wie beispielsweise „Führung und Gesundheit“, “Betriebliche Gesundheitsförderung im Setting Kindertagesstätte“ und „Psychische Gesundheit“ videografiert.
Schwerpunkt der erstellten Lehr- und Lernmaterialien sind:
Frau Prof. Annegret Flothow hat viele Ideen und Themen, die sie im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung umtreiben und die sie ihren Studierenden, aber auch anderen interessierten Lernenden möglichst anschaulich vermitteln möchte. Daher freut sie sich sehr, dass sie durch das Projekt der Hamburg Open Online University beraten und unterstützt wird, um möglichst viele davon umsetzen zu können. Die Idee, bestimmte Inhalte beispielsweise anschaulich durch Legetrick-Videos zu vermitteln, entstand in einem der Beratungsgespräche. “Solche Dinge sind neben dem normalen Lehrdeputat in der Regel ja sonst kaum möglich. Da ich nun aber in der Hamburg Open Online University sowohl technisch als auch didaktisch unterstützt und beraten werde, kann ich sie umsetzen, das ist wunderbar.”
Der Zugewinn für die Lernenden dürfte dabei ihrer Meinung nach sehr groß sein, da in Hamburg viel Wissen vorhanden ist, das durch das Gemeinschaftsprojekt nun gebündelt und den Lernenden frei zugänglich gemacht werden kann.
Das Titelbild “betriebliches-gesundheitsmanagement_prof.-dr.-annegret-flothow” steht unter Copyright.
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